Die Freiwillige Feuerwehr Trostberg stellt ihren neuen Image-Film für die 150-Jahr-Feier vor
Von Lucia Hargaßer
Trostberg. Was haben Kommandant Hans Strecker und Feuerwehr-Vorsitzender Michael Pöpperl mit dem US-Schauspieler Jack Nicholson gemeinsam? Das wissen Sie nicht? Dann sollten Sie sich den brandneuen Film auf der Internetseite www.feuerwehr-trostberg.de ansehen. Zahlreiche Premierengäste sind schon am Montagabend im Postsaal in den Genuss des Videos gekommen.
Für die großen Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen, die die Trostberger Feuerwehr für 2013 plant, ist bereits ein erster Stein gelegt. Im Sommer 2010 starteten die Floriansjünger mit Dreharbeiten für ihr „Image-Video, wie man auf bairisch sagt“ (Strecker). Das informative und unterhaltsame Ergebnis präsentierten sie nun der Öffentlichkeit.
Mit bombastischem Sound landet gleich zu Anfang des Films das Wappen der Wehr wie ein Raumschiff auf der großen Leinwand des Postsaals. Weiße Lettern auf apokalyptisch schwarzem Grund stellen eindringlich klar: „In über 24 000 Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland setzen sich Feuerwehrleute Gefahren aus, um anderen Menschen zu helfen – ohne jegliche Gegenleistung.“
Ein Schnitt bringt den Zuschauer nach Trostberg: an den sommerlichen Frühstückstisch von Jan und Tina Bayerl. Der Feuerwehrler wird von seiner Frau aufgefordert, doch schnell ein Stück Butter zu besorgen, als sein Piepser plötzlich Alarm schlägt. Bayerl schwingt sich auf sein Fahrrad und rast davon. Zusammen mit zahlreichen Kameraden trifft er am Feuerwehrhaus ein. Die Männer und Frauen rennen zu ihren Spinden, springen in die Schutzkleidung, und schon einige Sekunden später verlassen die ersten Fahrzeuge die Feuerwache. Am Unfallort selbst geht es nicht nur um Schnelligkeit, sondern um Sicherheit und Präzision, und um die reibungslose Zusammenarbeit mit den Rettungsassistenten des BRK.
Mit hochspezialisiertem Werkzeug entfernen die Männer Fenster und Türen der verkeilten Autos, schneiden den Gurt der verletzten Person durch, trennen das Dach des Wracks ab. Der Verletzte, der in dem Film natürlich von einem Feuerwehrmitglied gespielt wird, kann schnell und sicher geborgen und ins Krankenhaus gebracht werden.
Jan Bayerl radelt nach dem Einsatz nach Hause. Ganz gelassen, als wäre er nur schnell im Lebensmittelladen gewesen, zieht er ein Stück Butter aus der Hosentasche. Doch dieses Packerl erweist sich als weit weniger belastbar als die Feuerwehrler: Es ist total zerdrückt.
Dem jungen Hobby-Filmemacher Mario Feil aus Marquartstein, der von den Trostbergern mit dem zehnminütigen Video beauftragt wurde, ist eine professionelle Dokumentation gelungen. Ungewöhnliche Perspektiven, aktionsgeladene Szenen, schnelle Schnitte, atmosphärische Hintergrundmusik und das Spiel mit der Geschwindigkeit vermitteln das Engagement der Feuerwehrler und ihre professionelle Leistung sehr gut.
Im zweiten Teil des Films geht es etwas ruhiger zu. Der Fanfarenzug der Trostberger Wehr und die Mitglieder in ihren Uniformen marschieren
durchs Bild. Strecker, Pöpperl und Bürgermeister Karl Schleid kommen zu Wort und informieren über mdie Daten der Wehr. So berichtet der Kommandant, dass die 75 aktiven Männer und Frauen im Jahr 150 bis 200 Einsätze haben – „von der Katze auf dem Baum bis zum Großbrand oder Gefahrguteinsatz“. Schleid verdeutlicht die große Bedeutung der Einsatzkräfte für die Sicherheit der Stadt, die über zahlreiche Schulen, Kindertagesstätten, Gewerbe- und Industriebetriebe, ein Eisstadion und ein Freibad verfüge.
Auch Karin Steiglechner, die Leiterin des Seniorenzentrums „PurVital“ in Trostberg, und Günter Buthke, Standortverantwortlicher der Kreisklinik Trostberg, würdigten die wichtige Arbeit der Feuerwehr. Denn besonders alte und kranke Menschen seien in einem Notfall auf deren Hilfe angewiesen. Die beiden Einrichtungen ermöglichten denn auch mit einer Finanzspritze die Produktion des Videofilms.
Dass die Dokumentation nicht mal eben nebenbei erstellt wurde, wird im „Making of“ deutlich. Der Filmemacher hat darin viele lustige Szenen von den Dreharbeiten zusammengestellt. So musste die Übergabe der malträtierten Butter zwölf Mal gedreht werden, bis eine perfekte Aufnahme im Kasten war. Bei heißestem Sommerwetter mussten die Floriansjünger immer wieder aus ihren Fahrzeugen springen und sich x-mal in ihre schwere Ausrüstung zwängen. Und in ihren Interviews stolperten Pöpperl und Strecker immer wieder über Versprecher und wurden von Lachattacken heimgesucht. Anders als der Bürgermeister brauchten die Feuerwehr-Verantwortlichen einige Anläufe, bis ihr Auftritt fehlerfrei war. Wie im „Making of“ verraten wird, dauerten die Aufnahmen mit dem Vorsitzenden und dem Kommandanten zwei beziehungsweise zweieinhalb Stunden. Damit kamen sie dem Hollywood-Rekord von Jack Nicholson gefährlich nahe. Dieser hatte eine Szene in „Shining“ 148 mal wiederholen müssen.
Mario Feils Imagefilm über heimische Floriansjünger erregt sogar in den USA Aufmerksamkeit
Von Thomas Grabmüller
Trostberg (gr). Er ist ganze 25 Jahre alt und ist als Filmer inzwischen sogar in den vereinigten Saaten bekannt. Mario Feil aus Marquartstein, der derzeit bei Fossil Europe in Grabenstätt im Verkauf arbeitet, hat einen Video-Film zum bevorstehenden 150. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Trostberg gedreht. Der wurde bereits in 67 Ländern der Erde angeschaut, und hat auch Anfragen verschiedener Firmen nach sich gezogen. Sogar ein Arbeitsangebot aus den Vereinigten Staaten ist bei Feil eingegangen.
Die moderne Technik macht’s möglich: Das Trostberger Feuerwehr-Video hat sich durchs Internet rasend schnell verbreitet. Schon nach zwei Tagen wurden Firmen über dem Großen Teich darauf aufmerksam. Seit etwa zwei Jahren ist Mario Feil (www.mf-films.de) bei Twitter, und in dieser Zeit hat er Kontakte zu Filmemachern aus aller Welt geknüpft. Im April wird er auch einige davon in Las Vegas auf der Messe der National Association of Broadcasters (NAB) kennen lernen.
Seinen Kontaktpersonen hat Feil den Link zum Video gezeigt, und diese haben das Video wiederum ihren Kontakten weitergeleitet, quasi wie ein Schneeballsystem, erzählt Feil. Dass sich das Video der Trostberger Feuerwehr mit deutschem Text und ohne Untertitel dann aber so schnell verbreitet hat, kam auch für ihn überraschend, bestätigt Feil. Laut den Twitter-Statistiken auf Vimeo wurde das Video bis gestern in 67 Ländern angeschaut, allen voran Deutschland und Amerika.
Auf das Video hin haben sich bereits zwei Equipment-Hersteller an Mario Feil gewandt und haben angefragt ob er nicht über den Dreh berichten wolle, und wie ihm ihre technische Ausrüstung den Dreh erleichtert hat. Dabei geht es unter anderem um Kranteile, Schienensysteme, Schulterauflagen und dergleichen mehr. Was Feil besonders freut: Ihm wird in nächster Zeit neues Equipment zur Verfügung gestellt, um dieses zu testen – „und das nur durch die Verbreitung des Videos und die positive Resonanz“.
Auf das Video hin bekam Feil übrigens auch das Angebot eines Studios aus Manhattan, um dort drei Monate als Freelancer Angebot nach Manhattan zu arbeiten. Von Marquartstein nach New York. „Ein Super-Angebot“, so Feil. Er habe es allerdings aufgrund seines derzeitigen Jobs bei „Fossil“ in Grabenstätt und seiner Zukunftspläne im Chiemgau dankend abgelehnt. Feil ist überzeugt: „Es braucht keine 100 000-Euro-Budgets, um Aufsehen zu erregen, es reichen die richtige Idee mit der richtigen Umsetzung und die richtige Vermarktung.“ Er ist tief beeindruckt von den technischen Möglichkeiten heutzutage: „Auch die ,Kleinen‘ bekommen die Chance, ganz groß zu sein. Vor zehn Jahren wär all das nicht möglich gewesen.“
Seit vier Jahren erstellt und bearbeitet Mario Feil Videofilme, da er „immer etwas machen wollte, woran sich die Leute noch nach Jahren erinnern“, schreibt er auf seiner Homepage. „Es ist einfach toll, wenn man die Bilder zu einem Film zusammen setzt, sie mit passender Musik untermalt und dann feststellt, dass verschiedene Leute dein Video immer und immer wieder ansehen.“
Die Feuerwehr Trostberg hat den Kontakt zu dem Filmemacher durch Kassier Stefan Thurner gefunden. Der arbeitete bei einer Tochterfirma der Alois Erdl KG in Trostberg, ehe es ihn nach Altötting verschlug. Er hat in seiner Ausbildung in der Berufsschule Mario Feil kennen gelernt. Schon zu Beginn des vergangenen Jahres wurden die Kontakte enger und es wurde der Auftrag vergeben, diesen Image-Film zu drehen, ein Job, den Feil und sein Team mit Bravour erledigt haben. Die Kosten lagen laut Vorsitzendem Michael Pöpperl in einem Bereich, der „weit entfernt ist von den Aufwendungen, die für einen großen Filmemacher zu bezahlen gewesen wären“. Dass der Film eine Super-Werbung für die Trostberger Feuerwehr ist, mag man schon aus der Zahl der Aufrufe der Homepage der Trostberger Floriansjünger (www.feuerwehr-trostberg.de) ersehen. Normalerweise liegen die Zugriffszahlen bei rund 500 pro Tag, seit dem Erscheinen des Films und der Berichterstattung in Ihrer Lokalzeitung sind sie weit über die 1000-er Marke geschnellt. Und auch die Zahl der Film-Abspielungen über die Feuerwehr-Hompage ist beachtlich: 1600 Interessenten haben ihn bereits genossen, wobei vor allem das „Making off“, also die „verunglückten“ Szenen, für jede Menge Spaß sorgen.
Mit suggestiven Bildern von einem Feuerwehreinsatz bei einem schweren Autounfall erregt der ambitionierte Amateurfilmer Mario Feil (25) aus Marquartstein weltweit Interesse im Internet. Inzwischen hat sich sogar bereits eine Produktionsfirma aus New York gemeldet. Die Trostberger Wehr freut sich ebenfalls über die Riesenresonanz auf ihren Imagefilm zum 150. Jubiläum.
Mit einem Imagefilm ganz neuen Formats sorgt die Trostberger Feuerwehr derzeit für reichlich Gesprächsstoff und Schlagzeilen. Dank rasend schneller Verbreitung über Twitter und Internet schauten sich bereits User aus 67 Ländern den 11-Minuten-Film an, dessen Eingangssequenz in Spielfilmqualität sensationell ist. Allein 700 Mal wurde das Werk in den USA angeklickt. Gedreht hat sie der erst 25 Jahre alte Mario Feil aus Marquartstein. Der gelernte Industriekaufmann, der sich vor vier Jahren das Filmen selbst beigebracht hat, verzeichnet mit seinen Eigenproduktionen im Nebenberuf inzwischen soviel Erfolg, dass er sich bald selbstständig machen will. Sogar aus den USA liegt bereits das Angebot einer Produktionsfirma zur Zusammenarbeit vor.
Der Feuerwehr-Film von Feil fängt ganz harmlos an - am Frühstückstisch. Ein Trostberger Feuerwehrler soll für seine Frau Butter holen. Der durchdringende Rufton aus dem Funkalarm gibt der Sache eine dramatische Wende: Einsatz bei der Feuerwehr! Mit dem Rad geht es zum Feuerwehrhaus. Von allen Seiten treffen die Brandbekämpfer mit ihren Autos und quietschenden Reifen ein. Unterlegt von spannungsgeladener Musik à la „Gladiator” folgt die Kamera den Männern im Laufschritt zu den Umkleidespinden und hält immer wieder Details fest. Es eilt! Die Zeit drängt! Etwas Schlimmes ist passiert!
Schnelle Blickwechsel: Teilweise verwackelte und unscharfe Aufnahmen lassen den Zuschauer mitten ins Geschehen eintauchen und erhöhen den Pulsschlag. Er ist live dabei im Führerhaus der ausrückenden Feuerwehrfahrzeuge. Dann: Abrupte Stille. Langsam streicht der Blick an einem Fahrzeug mit leicht geöffneter Beifahrertür vorbei. Im Inneren ist unscharf ein Mann erkennbar, dessen blutverschmierter Kopf nach vorn auf die Brust hängt: Zwei Autos sind zusammengestoßen - der Rauch hängt noch in der Luft. Ein schneller Schwenk und der Zuschauer sieht aus der Luft die anrückenden Einsatzfahrzeuge. Dann: der Blick durch eine gesplitterte Fahrzeugscheibe und ein Feuerwehrmann, der beherzt durch die Scheibe auf das bewusstlose Unfallopfer blickt.
Mit dramaturgisch und perspektivisch raffiniert in Szene gesetzten Bildern lässt Filmemacher Mario Feil den Zuschauer aus nächster Nähe am Einsatzgeschehen der Bergung eines Schwerverletzten teilhaben. Hand in Hand arbeiten Feuerwehrleute, Notarzt und das Team des Rettungsfahrzeugs zusammen. Einen ganzen Tag dauerten die aufwändigen Dreharbeiten im und am Feuerwehrhaus und im Gewerbegebiet Wäschhausen. Einen weiteren Tag beanspruchten die Filaufnahmen mit dem Fanfarenzug auf dem Vormarkt. Aus vielen Stunden Filmmaterial wurde ein Film mit elf Minuten. In Interviews und weiteren Filmausschnitten erfährt der Zuschauer alles über das breite Tätigkeitsspektrum, die Bedeutung und die soziale Vernetzung der Trostberger Feuerwehr.
Rechtzeitig vor ihrem 150. Gründungsjubiläum im Jahr 2013 wollten die Trostberger Floriansjünger auch überregional zeigen, „was eine Feuerwehr mit ihren aktiven und passiven Mitgliedern, mit ihrer Jugendfeuerwehr und dem Fanfarenzug alles so leistet, und zwar freiwillig und ehrenamtlich”, erklärt Vorsitzender Michael Pöpperl. Dass im von Sensationen beherrschten Medienzeitalter Plakate und eine reine Fotodokumentation dem vielseitigen Engagement der Floriansjünger nicht mehr gerecht werden, war den Verantwortlichen schnell klar. Deshalb musste es ein Imagefilm sein.
Über den Feuerwehr-Kassier Stefan Thurner kam Anfang letzten Jahres der Kontakt zu Feil zustande. Beide hatten sich während ihrer Zeit an der Berufsschule in Altötting kennengelernt. In Zusammenarbeit mit der Kliniken Südostbayern GmbH, der Edeka Südbayern und dem PUR-Vital Zentrum für Senioren in Trostberg realisierte die Feuerwehr die Kosten, „die weit entfernt waren von den Aufwendungen für einen großen Filmemacher”. Umgekehrt hat sich für Feil und sein Team der Aufwand bezahlt gemacht. Nach Filmen über Windsurfing Chiemsee und Craft Sports, den Märchenpark Marquartstein, den Biathlon Weltcup in Ruhpolding, der Gruppe „La Brass Banda” und den Chiemsee Reggae Summer könnten jetzt internationale Projekte folgen: Im April hat der 25-Jährige auf der Messe der National Association of Broadcasters in Las Vegas bereits vielversprechende Termine mit Filmexperten und Produktionsfirmen.
Am Sonntag zwischen 10 und 11 Uhr zu hören: Interview mit Hans Strecker, Michael Pöpperl und mit Mario Feil
Trostberg (gr). Die Trostberger Feuerwehr ist auf dem besten Wege, international bekannt zu werden. Grund ist ihr Image-Film, der weltweit angeschaut wird. Am Sonntagvormittag, 23. Januar, zwischen 10 und 11 Uhr sind die Feuerwehr-Repräsentanten und Filmemacher Mario Feil im Radio zu erleben, in „Antenne Bayern“ in der Sendung „Menschen am Sonntag“ mit Florian Weiß.
Wie „Antenne Bayern“ auf die Trostberger Feuerwehr gekommen ist, weiß deren Vorsitzender Michael Pöpperl nicht so genau: „Vermutlich haben die mitbekommen, dass unser Film so großes Aufsehen erregt hat. Da brauchst Du nur zu googeln, dann kommst du schnell auf den Link. Und dann ist ja in unserer Lokalzeitung und anderen Medien sehr viel berichtet worden.
Wir von uns aus haben jedenfalls nichts unternommen, um den Kontakt zu erreichen.“ Bereits heute Mittag sind nun Pöpperl, Kommandant Hans Strecker und der aus Marquartstein stammende Filmemacher Mario Feil im „Antenne Bayern“-Studio, um sich den Fragen von Florian Weiß zu stellen. Gesendet wird das Interview dann am Sonntag zwischen 10 und 11 Uhr.
„Eine Super-Sache“ freut sich Pöpperl, der damit die Chance sieht, die Aufgaben und die Arbeit der bayerischen Feuerwehren insgesamt – nicht nur der in Trostberg – darstellen zu können.
Der Image-Film der Trostberger Feuerwehr ist entstanden im Vorfeld zu deren 150. Geburstag, den sie im Jahr 2013 feiern kann. Er wurde bei seiner Premiere im Postsaal begeistert aufgenommen, und er hat sich via Internet inzwischen rasend schnell verbreitet. In Deutschland wurde er bis gestern Nachmittag bereits 7895 Mal heruntergeladen und 3329 Mal komplett angeschaut, wie die Vimeo-Statistik ausweist. In Amerika zum Beispiel wurde er 1457 Mal heruntergeladen und 406 Mal komplett in voller Länge begutachtet. Beachtung gefunden hat das Trostberger Video inzwischen in mindestens 67 Ländern, wobei neben Deutschland vor allem die Vereinigten Staaten, Österreich, Großbritannien, Frankreich, Kanada, die Niederlande, Spanien, Italien, Australien, Finnland, Japan, die Sowjetunion, Polen und Brasilien die Top-Liste anführen. Einzelne Klicks gab es sogar in Zypern, Thailand, Israel und Kolumbien, um nur einige zu nennen. Inzwischen ist das Video auch auf Youtube zu sehen Am Mittwoch waren gut 20 Trostberger Repräsentanten unter Führung von Bürgermeister Karl Schleid in München, wo die Vertreter des Freistaates Bayern zu den bei der Bürgersendung „Jetzt red i“ gestellten Problemen Stellung nehmen sollten. Bei dieser Gelegenheit hat Schleid eine DVD des Feuerwehr-Films an Innenminister Joachim Herrmann überreicht, so dass auch der hautnah mitbekommen kann, wie die Trostberger Wehr funktioniert.
Hektische Blicke bei den Einsatzkräften, Blaulicht, dichter Rauch quillt aus einem Fenster im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses. Einige Männer rennen zum brennenden Haus, andere Aktive der Trostberger Feuerwehr stehen im Hintergrund und freuen sich über die dramatische Rauchentwicklung. Sie hatten gestern Vormittag nämlich keinen Notfall-Einsatz, sondern wieder einmal einen Filmdreh. Das Bayerische Fernsehen stellt die Trostberger Retter in den Mittelpunkt eines Beitrags zum europäischen Jahr des Ehrenamtes. Bereits heute ist der Film zu sehen: um 21.15 Uhr in der Sendung „Geld und Leben“. Das BR-Filmteam um Susanne Fiedler war über das Image-Video der Wehr (wir berichteten) auf die Trostberger aufmerksam geworden. „Das finden wir echt gut“, lobt Fiedler. Das Video, das der junge Filmemacher Mario Feil gedreht hatte, wird in der BR-Sendung ebenfalls ausgestrahlt. „Wir wollen die Bandbreite der Aufgaben zeigen, die die Feuerwehr freiwillig leistet“, erklärt die Journalistin. Dafür haben die Trostberger Männer ein besonders realistisches Set vorbereitet. Eine leer stehende Wohnung in der Pienzenauerstraße wurde für einen simulierten Wohnungsbrand mit Disconebel kräftig eingeräuchert. Nach den „Trockenübungen“ im Löschen und Retten für Kameramann Rupert Heilgemeir (Foto) ging es gestern Mittag weiter ins Trostberger Stadtkino. Dort sollte gezeigt werden, dass die jungen, aktiven Feuerwehrler nicht nur im Dienst, sondern auch privat und in der Freizeit zusammenhalten. In der Werkstatt von Hans Eder, der in liebevoller Kleinarbeit das BMW-Motorrad R 25/2 (Baujahr 1953) restauriert hat, wird das ältere aktive Mitglied beleuchtet, das auch weitere ehrenamtliche Tätigkeiten rund um die Feuerwehr verrichtet. Während des Faschingszuges wurde schließlich noch der Fanfarenzug gefilmt. Der Feuerwehr-Vereinsvorsitzende Michael Pöpperl und Kommandant Hans Strecker bedankten sich bei der Baugenossenschaft Trostberg für den Dreh in der Wohnung und beim Pächter des Trostberger Stadtkinos, Christoph Loster, der ebenfalls einen kurzen Mitschnitt für den Fernsehbeitrag ermöglichte.