150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Trostberg
 

Lebensrettende Minuten

Die Kommandanten Herbert Baumgartner und Hans Strecker (von links) sowie die Vereinsvorsitzenden Klaus Fischer und Michael Pöpperl (von rechts) bedankten sich beim ehemaligen Stadtpfarrer Helmut Kopp (3. von rechts) und Bürgermeister Karl Schleid (3. von links). Foto: luh

Trostberg (luh). Der ehemalige Stadtpfarrer Helmut Kopp ist Ehrenmitglied der Trostberger Feuerwehr – und das nicht nur auf dem Papier. Er hat es der Wehr mit einer Finanzspritze ermöglicht, sich einen Defibrillator anzuschaffen.Als der beliebte Pfarrer zu seinem Geburtstag Besuch von Stefan Thurner, einem ehemaligen Ministranten und aktiven Feuerwehrler, bekam, erzählte dieser, dass die Rettungskräfte dringend einen Defibrillator bräuchten. „Da habe ich versprochen, sie finanziell zu unterstützen“, erinnerte sich der Pfarrer im Ruhestand bei der Übergabe. Die Stadt Trostberg hat den Betrag noch aufgestockt, und so stand der Neuanschaffung nichts mehr im Wege. Die Vereinsvorsitzenden Michael Pöpperl und Klaus Fischer sowie die Kommandanten Hans Strecker und Herbert Baumgartner bedankten sich für die Spende.

In 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein sogenanntes Kammerflimmern vor. Ein Defibrillator kann diese elektrisch kreisende Erregung im Herzen durch gleichzeitige Stimulation von mindestens 70 Prozent aller Herzmuskelzellen unterbrechen. Entscheidend bei der Defibrillation ist der frühestmögliche Einsatz, da die durch das Kammerflimmern hervorgerufene Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff (Gehirnischämie) binnen kurzer Zeit zu massiven neurologischen Defiziten führen kann. Die Feuerwehr Trostberg freut sich, dass sie mit dem Gerät in ihrem Einsatzdienst noch effizienter arbeiten und Leben retten kann. Bei einem Kammerflimmern sinkt pro Minute die Überlebenschance des Patienten um zehn Prozent.

Quelle: chiemgau-online.de (17.01.2012)