Wenn's in der Klinik mal brennt

Krankenhaus-Mitarbeiter übten mit Feuerwehr und BRK die Evakuierung von Intensivpatienten

 

Trostberg (bjr). Auch Krankenhäuser werden vom Feuer nicht verschont. Dies machten Brände in einem Krankenhaus in Mainz am 28. Februar 2009, in Melk am 5. Februar 2009, in London am 2. Januar 2008 und im Klinikum Warendorf am 2. Mai 2008 deutlich. Um die Patienten im Notfall schnell und schonend zu evakuieren, gab es jetzt an der Kreisklinik Trostberg eine groß angelegte Übung.

Als besonders sensible Bereiche gelten in allen Kliniken die Intensivstationen mit ihren schwer erkrankten Patienten und hoher technischer Ausstattung. Um die Rettung von Patienten auch unter schwierigen Bedingungen, wie bei einem Schadensereignis, das die Intensivstation von den normalen Transportwegen abschneidet, zu gewährleisten, fand unter der Leitung des Ärztlichen Leiters des Notarztstandortes Trostberg, Dr. Christian Wolff, eine gemeinsame Übung des Intensivteams mit der Freiwilligen Feuerwehr Trostberg und dem Bayerischen Roten Kreuz statt. In enger Zusammenarbeit von medizinischem Personal und Feuerwehr wurden beatmete Patienten aus der, vom übrigen Krankenhaus abgeschnittenen, Intensivstation -- so das Übungsszenario -- gerettet. Durch die praktische Umsetzung der Aufgabe konnte das engagiert arbeitende Pflegeteam von Stationsleiter Klaus Fischbacher die Verzahnung von intensivmedizinischem Vorgehen und Techniken der Rettung anwenden und kritisch beleuchten. Als gut eingespieltes Bindeglied zwischen medizinischen Ansprüchen und technischen Möglichkeiten zeigte sich das Rettungsdienstpersonal des BRK.

In der anschließenden Übungsbesprechung, an der unter anderem der Kommandant der Trostberger Feuerwehr, Hans Strecker, und der Leiter der BRK-Rettungswache Trostberg, Peter Wendt, teilnahmen, zeigte sich der Gewinn dieser Übung insbesondere durch das Erörtern des jeweiligen Vorgehens der beteiligten Fachgruppen sowie deren Zuständigkeiten und Möglichkeiten an diesem konkreten Szenario.

 

Text: Trostberger Tagblatt

Foto: Günther Buthke